Gegen die Unterstützung der Stadt Leipzig für den Katholikentag 2016 von einer Million Euro
(K)Eine Million

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Endlich da: Alternativprogramm zum Katholikentag

Endlich konnten wir heute Abend unser Alternativ- und Begleitprogramm zum Katholikentag festzurren:

Alternativ-Programm Katholikentag

Die Bilddatei könnt ihr gern runterladen und wer mehr Freude an einem pdf zum verteilen hat, wird auch fündig.

Hier im Einzelnen (und in chronologischer Reihenfolge):

Freitag 27.05.2016

17 Uhr, Connewitzer Kreuz

Kreuzzug in die Innenstadt

Anlässlich der Katholischen Kirchentage in Leipzig veranstaltet die Ortsgruppe der Partei Die PARTEI einen sakri-legeren Marsch von Connewitz bis zur Paulinerkirche (Legokirche, Schuhkarton, Sozialneubau) in der Innenstadt.
Erscheint zahlreich und zeigt den Tourchristen, dass unsere Sünden nicht nur ausschweifender und krasser sondern auch nachhaltiger und hochwertiger sind! Requisiten sind erwünscht.

Samstag 28.05.2016

12 Uhr, Naturkundemuseum

Demonstration „TTIP, CETA & Co. stoppen!“

ab 13 Uhr, Johannapark

Garten der Lüste

Eine sinnliche und üppige Sinnesreise, organisiert vom Reisebüro der Linksjugend Leipzig. Lasst euch verzaubern, verwöhnen, verführen – die Todsünden lauern auf euch.

19 Uhr, Soziokulturelles Zentrum „Die Villa“ (Lessingstraße 7)

Kino-Abend „Das Leben des Brian“

Sei dabei, wenn die Judäische Volksfront und die Volksfront von Judäa gemeinsam Otternasen essen und pfeifen: „Always look on the bright side of life…“

EINTRITT FREI

Sonntag 29.05.2016

11:30 Uhr Augustusplatz (Ecke Radisson-Hotel)

Nudelmesse feat Bruder Spaghettus

Wir feiern mit euch und Bruder Spaghettus (bekannt aus Funk und Fernsehen) eine Nudelmesse und gründen damit die Gemeinde Sachsen der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters.
Anhänger Seiner Nudeligen Heiligkeit erscheinen stilecht als Piraten gekleidet.

„Gast sucht Rast“ gescheitert

Die Katholikentags-Kampagne „Gast sucht Rast“, bei der in der bereits eine Million zahlen Stadt Leipzig auch noch kostenlose Privatquartiere gesucht wurden, darf als gescheitert bezeichnet werden. Wie Leipziger Volkszeitung, MDR und Dresdner Morgenpost übereinstimmend berichteten, konnten erstmals in der über hundertjährigen Geschichte des Katholikentages nicht genug private Gratis-Betten gefunden werden.

Von einer Million Euro hätten über 14.000 Besucher des Katholikentages bequem eine Nacht in einem Innenstadthotel nächtigen können. Außerdem werden bereits Gratis-Quartiere in 35 Leipziger Schulen durch die Stadt zur Verfügung gestellt und stehen den Schülern als Lernort zwei Tage nicht zur Verfügung.

Damit dürfte einmal mehr deutlich werden, dass die Leipziger sich eben nicht veralbern lassen und das unwürdige Spiel mit den staatlichen Zuschüssen sehr wohl durchschauen.

Wie finanzieren sich eigentlich die Kirchen?

Neben der Kirchensteuer (dem „Mitgliedsbeitrag“ der Gläubigen) erhalten die Kirchen auch noch weitere Zahlungen: sogenannte Staatsleistungen. Aber damit noch nicht genug:
„Abgesehen von den horrenden Staatsleistungen erhalten die Kirchen noch andere Privilegien, von denen normalsterbliche Steuerzahler nur träumen können: Die Kirchen sind von der Umsatz- und Erwerbsteuer befreit. Darüber hinaus zahlen sie auf ihre gigantischen Vermögen und dessen ebenso gigantische Zinsen keine Kapitalertragsteuer, und für ihre läppischen 800.000 Hektar Landbesitz auch keine Grundsteuer.“

Was wird aus der Million? Fragt die Stadt!

Ihr wüsstet gern, was mit dem Geld für den Katholikentag wirklich passiert? Ihr fragt euch, wieso Katholikentag-Teilnehmer in Leipziger Schulen übernachten dürfen? Ihr wollt wissen, wieso die Stadt eine private Veranstaltung wie den Katholikentag bewirbt?

Das wollen wir aufklären und wollen euch dabei unterstützen, Einwohneranfragen an die Stadtverwaltung zu richten. Wir würden – wenn gewünscht – bei der Formulierung der Fragen helfen, koordinieren, dass nicht Fragen mehrfach eingereicht werden und natürlich die Fragen und Antworten hier auf unserer Website für alle einsehbar dokumentieren.

Wenn ihr also findet, daß hier mehr Licht ins Dunkel gehört und ihr okay findet, für unser Anliegen mit Namen und Gesicht einzustehen, meldet euch bei uns: kontakt@keinemillion.org

Religiöse Menschen unterdrücken kritisches Denken?

Das jedenfalls legt eine Studie nahe, die vor einigen Tagen veröffentlicht wurde. Forscher haben untersucht, wie die Hirnareale für Mitgefühl und kritisches Denken mit Glauben und Spiritualität zusammenhängen. Dabei kam heraus, dass Menschen, die eher naturwissenschaftlich-analytisch denken bzw. andersrum besonders religiös sind, eine völlig unterschiedliche Hirnstruktur haben. Dabei werden bei religösen Menschen kongnitive Prozesse, die mit kritischem Denken zu tun haben, eher unterdrückt.

Die vollständige Studie ist mittlerweile auch veröffentlicht.

Große Resonanz auf Interview mit Katholikentag-Planern

Unerwartete Resonanz auf das Interview unserer Initiatorin Ute Elisabeth Gabelmann mit den Katholikentags-Machern:
sowohl der Geschäftsführer des Katholikentages Martin Stauch in seinem Interview als auch die drei führenden Lokalmedien Leipziger Volkszeitung, Leipziger Internetzeitung und Leipzig-Fernsehen nahmen das Interview zum Anlass, sich nochmals mit unseren Kritikpunkten zu beschäftigen.
Das komplette Interview wurde ebenfalls von der hochfrequentierten Website katholisch.de übernommen.
Auch in der gedruckten LVZ vom 29.02.2016 soll ein entsprechender Artikel gewesen sein – wir bemühen uns, diesen zu bekommen.