Gegen die Unterstützung der Stadt Leipzig für den Katholikentag 2016 von einer Million Euro
(K)Eine Million

Aktion „Call your Stadtrat“ – Jetzt eingreifen und Stadträte überzeugen!

Noch haben wir die Möglichkeit, die Million in Leipzig zu halten! Macht mit bei der Aktion „Call your Stadtrat“!

Am Mittwoch, dem 18.03.2015, wird nicht nur der gesamte Haushalt der Stadt Leipzig für die Jahre 2015 und 2016 abgestimmt, sondern auch ein besonderer Haushaltsantrag unserer Mit-Initiatorin, der Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann. Sie hat beantragt, den städtischen Zuschuss zum Katholikentag von einer Million Euro auf 300.000 Euro herabzusetzen. Das ist zwar immer noch mehr als null, aber wenigstens KEINE MILLION und damit vielleicht mehrheitsfähig.

Hier kommt ihr ins Spiel! Natürlich gibt es viele Stadträte, die da nicht mitspielen möchten und glauben, dass die Gegner der Million in der Minderheit sind. Wir möchten euch auffordern, die Stadträte eures Wahlkreises anzurufen oder ihnen zu mailen. Sagt oder schreibt ihnen, wie ihr es findet, dass die Stadt eine Million für den Katholikentag 2016 ausgeben will. Bittet sie, ihre Entscheidung nochmals zu überdenken. Erzählt ihnen, wozu Leipzig das Geld dringender einsetzen sollte.

Was wir nicht wollen: eine Hass-Kampagne starten. Also bitte beteiligt euch nur, wenn ihr sicher seid, dass ihr auch eine hitzige Debatte elegant übersteht. Ebenso macht bitte nur mit, wenn ihr auch in Leipzig wohnt.

Damit ihr rausfindet, welchen Stadtrat ihr am ehesten kontaktieren solltet, lest euch bitte zuerst unsere untenstehenden Hinweise durch. Eine Übersicht über die Wahlkreise und deren Stadträte findet ihr dann hier.

Bitte teilt die Aktion mit allen Leipzigern, die ihr kennt – via Twitter, Facebook oder ganz altmodisch mit Mund-zu-Mund-Propaganda!

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Obwohl wir natürlich davon ausgehen, dass ihr bei der Kontaktaufnahme nett und höflich wie immer seid, möchten wir euch doch ein paar Hinweise geben, die euch vielleicht weiterhelfen.

Wie finde ich denn meinen Wahlkreis heraus?

Wir haben hinter der Wahlkreis-Nummer die Stadtteile vermerkt. Das sollte euch ausreichend weiterhelfen.

Da stehen mindestens fünf Stadträte für meinen Wahlkreis – wem schreibe ich denn nun?

Erstmal könnt ihr natürlich allen Stadträten schreiben und entweder einen großen Verteiler anlegen oder den Mailtext kopieren und für jeden weiteren Stadtrat jeweils eine neue Mail erstellen.

Wir empfehlen euch, zumindest die Stadträte einzeln und persönlich anzuschreiben. Klar könnt ihr denselben Text verwenden, aber eine einzelne Mail wirkt zumindest etwas persönlicher und erhöht die Chance, dass der Stadtrat eurer Wahl eure Mail auch liest.

Ein Auswahlkriterium könnte auch sein, welche Partei ihr persönlich im letzten Mai gewählt habt.

Die aufgelisteten Parteien stehen unterschiedlich zu unserem Anliegen:
Die Linke hat zwar auf einem Stadtparteitag Ende letzten Jahres beschlossen, sich unserer Keine-Million-Aktion anzuschließen, hat sich aber augenscheinlich im Finanzausschuss bei dem aktuellen Antrag enthalten statt dafür zu stimmen. Seltsam.
Die Grünen haben zwar im Juli letzten Jahres genau denselben Antrag gestellt wie jetzt die Piraten, haben sich aber vermutlich ebenfalls jetzt enthalten. Merkwürdig.
Die SPD ist als „Bürgermeister-Partei“ nicht dafür bekannt, den Wünschen unseres Oberbürgermeisters öffentlich die Stirn zu bieten. Wie man hört sind aber doch einige im Stillen nicht gerade überzeugt.
Die CDU ist sehr wirtschaftsfreundlich und natürlich stark christlich geprägt. Sie haben den Antrag im Finanzausschuss höchstwahrscheinlich abgelehnt.

Kann ich da einfach im Stadtrat anrufen?

Die Telefonnummern sind oftmals die privaten Mobilnummern oder sogar die dienstlichen Telefonnummern. Es kann also sein, dass ihr den Ansprechpartner grad stört. Rechnet damit, ungelegen zu kommen.

Da stehen ja gar nicht alle Parteien auf der Liste!

Das ist richtig. Wir haben nur die Stadträte der Parteien aufgelistet, deren Kontaktdaten leicht recherchierbar waren. Das waren aber fast alle.

Wieso haben die Stadträte keine Zeit für mich?

Viele wissen nicht, dass unsere Stadträte ehrenamtlich tätig sind. Das heißt, sie gehen tagsüber einer ganz normalen Tätigkeit nach und sind also nicht immer Politiker. Lasst euch einfach eine Zeit sagen, zu der ihr euch melden könnt oder weicht auf E-Mail aus.

Es interessiert die da oben doch eh nicht, was ich will!

Nun, es kann natürlich passieren, dass ihr auf taube Ohren stoßt. Nicht jeder Stadtrat ist gleichviel engagiert. Aber viele Stadträte möchten gern hören, wie ihre Arbeit „da draussen“ ankommt. Wenn ihr nett seid, steigt die Chance, dass man euch zuhört.

Prima, jetzt kann ich mir erstmal Luft machen!

Das ist verständlich! Allerdings haben die Stadträte viele Meinungen und Fakten zu diesem gehört, versucht, diese sorgfältig abzuwiegen und sich dann ihre Meinung gebildet. Deswegen lassen sie sich möglicherweise eher von einer guten Argumentation umstimmen.

Ach, das bringt doch jetzt eh nix mehr! Sollen sich andere doch die Mühe machen zu schreiben.

Wir möchten euch natürlich zu nichts überreden, was ihr nur halbherzig tun würdet. Wir wissen nur von anderen solcher Aktionen (z.B. auf EU-Ebene), dass sie sehr wohl effektiv sind. Es passiert nämlich gar nicht so oft, dass sich Bürger die Mühe machen und persönlich an ihren Abgeordneten schreiben. Das fällt dann schon auf, besonders wenn es keine Massenpost ist.

Warum gebt ihr nicht einen Text vor, den ich dann bloss noch kopieren brauche?

Wir wissen, dass einige Aktivistengruppen sowas tun und verstehen auch, dass es natürlich euch die Arbeit erleichtert.
Allerdings wissen wir auch, dass solche Massenbriefe oft direkt im Papierkorb laden, weil sie eben die Argumente, die anderen vorgegeben haben, nur nachplappern.
Wenn die Stadträte aber hunderte persönliche Meinungen lesen, die sich alle irgendwie unterscheiden – dann merken sie, dass es uns allen ernst ist.

Habt ihr dann wenigstens eine Idee, wie ich anfangen kann?

Schaut doch mal in unsere FAQ und solange ihr da nicht ganze Absätze rauskopiert, fällt das ja auch nicht auf 😉

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