Gegen die Unterstützung der Stadt Leipzig für den Katholikentag 2016 von einer Million Euro
(K)Eine Million

Fundstück

Déjà-vu

„50 000 Gäste würden erwartet“

„bereits im Vormonat in der Ritterstraße 30-36 ein Leipziger Büro eröffnet“

„Zig touristische und Jugendangebote; Konzerte, Familienprogramme, spirituelle Wasserwege-Erkundigungen. Auch eine Disputations-Performance auf dem Markt. Ein Begegnungsfest und ein Begegnungstag mit Aussiedlern, diakonische Offerten und ein Frauenmahl“

„jedermann einladen soll, sich hinzusetzen und in den Diskurs über „Demokratie und Zivilgesellschaft“ zu kommen“

„Vom 950 000-Euro-Kirchentagszuschuss der Kommune „fließe bestimmt viel mehr wieder zurück““

Das kommt uns irgendwie alles sehr sehr bekannt vor…

„Gast sucht Rast“ gescheitert

Die Katholikentags-Kampagne „Gast sucht Rast“, bei der in der bereits eine Million zahlen Stadt Leipzig auch noch kostenlose Privatquartiere gesucht wurden, darf als gescheitert bezeichnet werden. Wie Leipziger Volkszeitung, MDR und Dresdner Morgenpost übereinstimmend berichteten, konnten erstmals in der über hundertjährigen Geschichte des Katholikentages nicht genug private Gratis-Betten gefunden werden.

Von einer Million Euro hätten über 14.000 Besucher des Katholikentages bequem eine Nacht in einem Innenstadthotel nächtigen können. Außerdem werden bereits Gratis-Quartiere in 35 Leipziger Schulen durch die Stadt zur Verfügung gestellt und stehen den Schülern als Lernort zwei Tage nicht zur Verfügung.

Damit dürfte einmal mehr deutlich werden, dass die Leipziger sich eben nicht veralbern lassen und das unwürdige Spiel mit den staatlichen Zuschüssen sehr wohl durchschauen.

Wie finanzieren sich eigentlich die Kirchen?

Neben der Kirchensteuer (dem „Mitgliedsbeitrag“ der Gläubigen) erhalten die Kirchen auch noch weitere Zahlungen: sogenannte Staatsleistungen. Aber damit noch nicht genug:
„Abgesehen von den horrenden Staatsleistungen erhalten die Kirchen noch andere Privilegien, von denen normalsterbliche Steuerzahler nur träumen können: Die Kirchen sind von der Umsatz- und Erwerbsteuer befreit. Darüber hinaus zahlen sie auf ihre gigantischen Vermögen und dessen ebenso gigantische Zinsen keine Kapitalertragsteuer, und für ihre läppischen 800.000 Hektar Landbesitz auch keine Grundsteuer.“

Religiöse Menschen unterdrücken kritisches Denken?

Das jedenfalls legt eine Studie nahe, die vor einigen Tagen veröffentlicht wurde. Forscher haben untersucht, wie die Hirnareale für Mitgefühl und kritisches Denken mit Glauben und Spiritualität zusammenhängen. Dabei kam heraus, dass Menschen, die eher naturwissenschaftlich-analytisch denken bzw. andersrum besonders religiös sind, eine völlig unterschiedliche Hirnstruktur haben. Dabei werden bei religösen Menschen kongnitive Prozesse, die mit kritischem Denken zu tun haben, eher unterdrückt.

Die vollständige Studie ist mittlerweile auch veröffentlicht.